Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Endlich neue Chancen durch reizarme Ernährung. 100 Seiten köstliche Rezepte. Guten Appetit vom Frühstück bis zum Abendessen

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Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Endlich neue Chancen durch reizarme Ernährung. 100 Seiten köstliche Rezepte. Guten Appetit vom Frühstück bis zum Abendessen

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2 Responses to Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Endlich neue Chancen durch reizarme Ernährung. 100 Seiten köstliche Rezepte. Guten Appetit vom Frühstück bis zum Abendessen

  1. guzolany sagt:
    35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    3.0 von 5 Sternen
    Interessantes Buch, schizophrene deutsche Bearbeitung, 2. August 2007
    Rezension bezieht sich auf: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Endlich neue Chancen durch reizarme Ernährung. 100 Seiten köstliche Rezepte. Guten Appetit vom Frühstück bis zum Abendessen (Taschenbuch)

    Das ins Deutsche übersetzte Buch der inzwischen verstorbenen Elaine Gottschall propagiert ein Ernährungskonzept mit “selektiven Kohlenhydraten”, wonach letztlich nur die Einfachzucker Fructose, Glucose und Galactose auch von einer vorgeschädigten Darmschleimhaut problemlos aufgenommen werden, während bereits Disaccharide (z. B. Haushalts- oder Milchzucker) oder langkettige Zucker (Stärke) zu Resorptionsstörungen und den bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa gesehenen Schleimhautschäden führen sollen. Auch Gluten wird im Kontext der Zöliakie gemieden.

    Aufgrund dieser qualitativen KH-Beschränkung ähnelt das Konzept den strengeren “Steinzeit-Diäten”, wie sie z. B. Loren Cordain in seiner “Paleo Diet” propagiert (sein Konzept der Urzeitkost ist allerdings durch eine fettphobische Sichtweise unrealistisch verzerrt), bei denen nur in der Steinzeiternährung verfügbare und übliche Nahrungsmittel verzehrt werden dürfen. Dies schließt die Zufuhr der damals nicht verfügbaren Getreide- und Milchprodukte praktisch aus und hat demnach ähnliche ernährungsphysiologische Effekte.

    Auch geht die Gottschall-Diät aufgrund des Verbots von zucker- und stärkehaltigen Produkten zwangsläufig in Richtung einer kohlenhydratärmeren Kostform, weil eben die hochdichten Kohlenhydratträger verboten sind. Allerdings kann man durch eine reichliche Obstzufuhr durchaus zu einer Ernährung kommen, die keineswegs “low-carb” ist. Trotzdem besteht prinzipiell eine Nähe zu den KH-reduzierten Kostformen, etwa zu dem von Dr. Lutz propagierten “Leben ohne Brot”, der bei jungen Gesunden auf eine KH-Reduktion auf 72 g und bei Älteren und Kranken auf ca. 100 g pro Tag setzt und dafür viele gesundheitliche Vorteile sieht.

    Die Gottschall-Diät ist in diesem Kontext durchaus nicht als besonders exotisch anzusehen, sondern spiegelt die Erfahrungen mit den möglicherweise schädlichen Einflüssen einer hohen KH-Zufuhr insbesondere aus Getreide wider. Trotzdem ist es kein rein schulmedizinisches Konstrukt, sondern basiert in weiten Teilen auf hypothetischen und teils durch praktische Erfahrungen belegten Thesen.

    Das Buch ist insgesamt nett aufgemacht, und insbesondere der Rezeptteil ist für den Interessierten sehr bereichernd.

    Als Haupt-Manko sehe ich jedoch die deutsche Bearbeitung des Buches. Der Trias-Verlag ist bekanntlich der Thieme-Gruppe, einem medizinischen Fachverlag, angegliedert, und dieser sah sich offenbar bemüßigt, dem Buch eine “fachliche Begleitung” mitzugeben, in Form einer Einleitung durch einen streng schulmedizinischen Internisten. In dieser Einleitung rät er letztlich von der Ernährung nach Gottschall ab, weil dieser die wissenschaftlichen Grundlagen fehlten. Auch stellt er für eine Reihe von Thesen Gegenthesen aus dem Repertoire der derzeitigen schulmedizinischen Sichtweise auf. Hinzu kommt, dass der Herr Dr. im weiteren Verlauf des Buches überall Fußnoten anbringen lässt, die den Aussagen des Haupttextes widersprechen.

    Ich habe noch nie ein Buch erlebt, in dem ein Coautor oder Kommentator durch Vorworte und Fußnoten direkt den Haupttext zu widerlegen versucht. Wenn man als Verlag nicht hinter dem vorgestellten Buchinhalt oder -konzept steht, warum bringt man es dann überhaupt heraus? Liest man sich das Buch in der vorliegenden Form durch, fühlt man sich als Käufer hochgradig veräppelt, weil “der Experte” letztlich von der Umsetzung abrät.

    Bei der vorgestellten Kost- und Therapieform handelt es sich um einen alternativen Ansatz, der so wie er ist vom Verlag respektiert werden sollte. Ist das nicht der Fall, so sollte das Werk an einen anderen Verlag abgegeben werden.

    Vermutlich ist es für Interessierte empfehlenswerter, bei Interesse für das Thema das englischsprachige Original von Elaine Gottschall zu lesen und sich bei Bedarf selbst ein Bild von der Diskrepanz zur schulmedizinischen Beurteilung zu machen. – Auch über die Frage, ob eine generelle Kohlenhydratrestriktion günstig sein könnte, kann jeder Leser selbst reflektieren und ggf. das Buch von Dr. Wolfgang Lutz hinzuziehen oder die LOGI-Methode von Dr. Worm.

    Angesichts des nützlichen spezifischen Rezeptteils, der auch optisch schön aufgemacht ist, noch drei Sterne, ansonsten ist es das schizophrenste deutsche Fachbuch, das ich je gelesen habe.

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  2. peterkohlhome@web.de sagt:
    33 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    5.0 von 5 Sternen
    gelungene Ergänzung zur “Lutzdiät”, 2. November 2001

    Habe seit Frühjahr 2001 colitis ulcerosa und
    ernähre mich seitdem nach dem Buch von Dr. Lutz “Leben ohne Brot”. Die Erklärungen in diesem Buch ergänzen sich und sind schlüssig.
    Mir geht es momentan sehr gut und brauche kein Kortison mehr. Die Rezepte sind leicht nachzukochen. Allerdings kommt man hier
    locker über 72g Kohlehydrahte. Werde die nächsten Jahre zusehen müssen, ob die spezielle Ernährungsform erfolgreich ist. Bin jedoch sehr zuversichtlich.

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